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Medieninformation 09.12.2025

DRK in Sachsen: Arbeitgeberverband kritisiert den von der Gewerkschaft in Erwägung gezogenen Ausstieg aus dem Flächentarifvertrag scharf.

Dresden 09.12.2025

Der Arbeitgeberverband des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen kritisiert das Verhandlungsgebahren der Gewerkschaft Verdi scharf. Die von Verdi aufgestellten Tarifforderungen sind für die sozialen Einrichtungen in der derzeitigen Finanzlage der Länder, Kommunen und Sozialkassen existenzgefährdend und Sie überfordern am Ende auch die Hilfesuchenden. Statt eine Tarifeinigung anzustreben, will die Gewerkschaft den Weg des Ausstiegs aus dem Flächentarifvertrag einschlagen. Wir fordern die Gewerkschaft auf, an den Verhandlungstisch zurück zu kehren.

Der Arbeitgeberverband der sächsischen Rotkreuzverbände weist die Darstellung der Gewerkschaft Verdi entschieden zurück. Die von Verdi verbreitete Meldung über einen angeblichen Abbruch der Verhandlungen durch den Arbeitgeberverband ist sachlich falsch und verzerrt bewusst den Ablauf der Gespräche. Tatsächlich befindet sich die Gewerkschaft nach über einem Jahr ohne einigungsfähige Vorschläge in einem strategischen und organisatorischen Dilemma:

  • Die Gewerkschaft verfügt im DRK-Bereich in Sachsen nur über eine moderate Tarifmächtigkeit und Durchsetzungsfähigkeit.
  • Diese fehlende Stärke nutzt Verdi nun offenbar gezielt als Argument, sich aus dem bestehenden Flächentarifvertrag zurückzuziehen und stattdessen einzelne Verbände mit Haustarifverträgen zu konfrontieren. Damit versucht Verdi, ein eigenes, strukturelles Machtproblem auf dem Rücken der Belegschaften und der Träger zu lösen.

Der Arbeitgeberverband bewertet dies als bewusste Abkehr vom verlässlichen Tarifmodell des Flächentarifvertrages. Der öffentlich verbreitete Eindruck eines angeblich festgefahrenen Prozesses entspricht nicht den Tatsachen:

  • Der Arbeitgeberverband hat mehrere gute und verhandelbare Lösungen vorgelegt.
  • Durch die Blockadehaltung der Gewerkschaft können für ca. 10.500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern tarifseitig angebotene Verbesserungen der Arbeitsbedingungen (z.B. Lohnsteigerungen + 3% zum 01.01.2026 und + 3% zum 01.01.2027) nicht in Umsetzung gebracht werden.
  • Die Behauptung der Gewerkschaft: das "Geld würde auf der Straße liegen", man müsse es nur "aufsammeln" und "sich gegenüber den Kommunen einklagen" steht in deutlicher Diskrepanz zu den derzeitigen Refinanzierungsbedingungen der öffentlichen Haushalte und Sozialkassen.
  • Die Verhandlungen wurden zu keinem Zeitpunkt durch die Vertreter des Arbeitgeberverbandes "abgebrochen" - vielmehr blieben sie nur ohne Ergebnis.
  • Ein Scheitern der Verhandlungen wurde durch die Gewerkschaft gegenüber dem AGV bis zum heutigen Zeitpunkt in keinster Weise kommuniziert.

Mit der nun von der Gewerkschaft erwogenen Strategie wird ein kritischer Weg eingeschlagen: Statt konstruktiv an Lösungen zu arbeiten und reale Refinanzierungsbedingungen im Blick zu haben, nutzt die Gewerkschaft den aktuellen Streit, um den Flächentarifvertrag in Frage zu stellen und perspektivisch zu verlassen. Das ist nicht nur tarifpolitisch unseriös, sondern auch ein Akt der Irreführung gegenüber der Öffentlichkeit, den Beschäftigten und auch den Hilfesuchenden.

Der Arbeitgeberverband bleibt weiterhin gesprächsbereit - auf Grundlage realistischer, finanzierbarer und verantwortungsvoller Tarifpolitik.

Verdi ist aufgefordert, zur sachlichen Ebene zurückzukehren und den Weg des Flächentarifvertrags nicht zu verlassen.

Zum Hintergrund:

Der Arbeitgeberverband Wohlfahrts- und Gesundheitsdienste e.V. ist die Arbeitgeberorganisation der sächsischen Gliederungen des Deutschen Roten Kreuzes in den Bereichen Soziales, Erziehung, Rettungsdienst, Pflege und Gesundheit und schließt Tarifverträge mit der jeweils zuständigen Gewerkschaft. Der Arbeitgeberverband vertritt einen Großteil der Arbeitgeber des DRK in Sachsen und weitere Unternehmen der Sozialwirtschaft mit mehr als 10.000 Beschäftigten.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Arbeitgeberverband Wohlfahrts- und Gesundheitsdienste e.V.
Geschäftsführer Herr André Klein
Bremer Str. 10d
01067 Dresden
0351-4678-213
info@agv-wohlfahrt.de

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